Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| schueler:teich:materialsammlung [23.02.2009 16:10] – sexy_robbe | schueler:teich:materialsammlung [01.05.2010 20:19] (aktuell) – gelöscht Ingo Krause | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | ~~DISCUSSION~~ | ||
| - | |||
| - | <note tip> Die Informationen zum Thema sollen **hier** gesammelt werden. Eure Arbeitsergebnisse sollen nach der Prüfung dann **öffentlich** zugänglich sein! Wir sollten besprechen, ob diese Präsentation **hier** nicht auch das Endprodukt für die Prüfung darstellen kann.</ | ||
| - | ====== Jazz in der DDR ====== | ||
| - | |||
| - | Jazz im Spannungsfeld der gesellschaftlichen Entwicklung der DDR | ||
| - | |||
| - | ===== Robert Lauva ===== | ||
| - | ==== Teilthema ==== | ||
| - | Jazz im Spannungsfeld der gesellschaftlichen Entwicklung der DDR - In den 50er und 60er Jahren | ||
| - | ==== Gliederung/ | ||
| - | |||
| - | ====== 1. 1945- Musik in der Nachkriegszeit ====== | ||
| - | |||
| - | |||
| - | Nach Jahrzehnten „tanzmusikalischer Enthaltsamkeit“ in Deutschland, | ||
| - | |||
| - | Zunächst sollte die Musik als Medium zur Verfügung gestellt werden. | ||
| - | Obwohl, wie nicht anders erwartet, die Integrierung des sowjetischen Gesellschaftsmodells in der SBZ im Vordergrund stand, war Musik, welche aus Amerika kam, durchaus gestattet. | ||
| - | |||
| - | | ||
| - | |||
| - | Der Grundstein für einen, wie sich später rausstellen sollte, einzigartigen DDR- Jazz war gelegt, als ein neues, großes Tanzorchester und die Schallplattenfirma „Lied der Zeit“ in Berlin gegründet wurde. | ||
| - | |||
| - | Erste öffentliche Auftritte, teils auch mit Musikern aus dem Ausland, finden bereits im Mai 1945 unter dem Namen „Radio Berlin Tanzorchester“ (RBT) statt. | ||
| - | Zu den bevorzugten Musikstilen gehörten zwar zunächst nur Schlager und Konzertmusik, | ||
| - | |||
| - | Aus den wichtigsten und somit besten Solisten des RBT wurde dann 1947 eine separate Swingband gegründet, welche so überzeugend war, dass sie über das Plattenlabel AMIGA Swing- und Bigbandmusik der 20er, 30er und 40er Jahre aufnahm. | ||
| - | |||
| - | Eine weiteres wichtiges Projekt des RBT waren Schlagertitel, | ||
| - | |||
| - | Große Popularität gewann auch der Jazz- Geiger und Bandleader Helmut Zacharias. Wegbereitend war das mitunter Bebop-artige Spiel des Orchesters, welches dazu führte, dass Helmut Zacharias und sein Orchester zu den ersten gehört, der ab 1947 bei den AMIGA- Studios Platten aufnehmen durfte. | ||
| - | |||
| - | Aber genau genommen war der erste Schritt in Richtung einer eigenständigen Jazzszene ein anderer. Mit Erlaubnis der britischen Militärregierung eröffnet Hans Blüthner den „Hot- Club Berlin e.V.“, welcher zwar im Westteil Berlins gelegen war, allerdings Jam Sessions mit Musikern aus allen Besatzungszonen veranstaltete. | ||
| - | |||
| - | Sogar amerikanische Musiker traten ab und zu auf. Als der Trompeter Rex Stewart in Blüthner´s Club auftritt und eine Session aus sechs Stücken hält, wird diese daraufhin auf drei AMIGA- Platten veröffentlicht. | ||
| - | |||
| - | **1.1 Neue Hauptstädte des Jazz** | ||
| - | |||
| - | Doch nicht nur Berlin hat in Sachen Musik etwas vorzuweisen. In Leipzig beispielsweise entsteht ein „Hot Club“ um Kurt Michaelis und „Die Breves“, das erste Orchester der Stadt, wird gegründet. | ||
| - | Ab 1946 spielt Rolf Kühn, welcher es im Verlauf seiner Jazzkarriere zu bemerkenswerter Popularität bringt, im sogenannten „Orchester Kurt Henkels“, einer Bigband, die in kürzester Zeit zur Nummer eins in der SBZ wird, aber auch in West- Deutschland Erfolg hat. | ||
| - | Wegen seiner stetig ansteigenden Popularität, | ||
| - | |||
| - | Das RBT, so sagen und schreiben Musikkritiker und Zeitschriften, | ||
| - | „Die Sensation für Berlin war das Orchester Kurt Henkels vom Sender Leipzig. Da können sich manche | ||
| - | Spitzenorchester Berlins eine Scheibe abschneiden. Arrangements und Spiel tadellos und eigenwillig!“(Melodie) | ||
| - | |||
| - | **1.2 Durchs Radio zum Publikum | ||
| - | ** | ||
| - | Rainer Bratfischs Aussage, | ||
| - | |||
| - | Mit einem Archiv von über 20000 Schallplatten, | ||
| - | |||
| - | Anfangs wird der Sender AFN auch in der SBZ empfangen und mit großer Begeisterung gehört. „Nach dem Krieg strahlten die Soldatensender unsere Lieblingsmusik aus und wir hockten uns vor die Radios und notierten | ||
| - | die Melodien mit.“ (Karlheinz Drechsel) | ||
| - | |||
| - | Gleichzeitig senden der Berliner Rundfunk und andere Jazz- Sendungen ca. einmal die Woche ein bisschen Musik, oder sogar nur alle zwei Wochen. Bedingt ist dies wegen des Defizits an Schallplatten, | ||
| - | |||
| - | Der „freien Radiomusik“ wird aber schon sehr bald ein Ende gemacht werden. Mit dem Potsdamer Abkommen erhält die sowjetische Militäradministration das Sendemonopol in der SBZ zugesprochen, | ||
| - | Da dies in vielen Gebieten oft nicht möglich ist, wird der Empfang dieser „kapitalistischen und imperialistischen“ Radiosendungen einfach verboten. | ||
| - | |||
| - | ====== 2. Die 50er Jahre – Klare Unklarheit ====== | ||
| - | |||
| - | |||
| - | In den 50er Jahren wird es von Tag zu Tag deutlicher, dass der Jazz und im allgemeinem die Musik nicht mehr allein Sache der Musiker und ihrer Fans ist. Die sozialistischen Funktionäre in der SBZ greifen fortan verstärkt in die bislang freie Musikszene ein. | ||
| - | Der amerikanisch angehauchte Jazz ist der damaligen sozialistischen Führungsspitze ein Dorn im Auge, welches sie mit aller Macht versuchen wird, zu entfernen. So geschieht es auch, dass der bislang nur auf politischer Ebene geführte „Kalte Krieg“ auch in der Kulturpolitik Fuß fasst. | ||
| - | „Nach der Phase der sogenannten antifaschistisch-demokratischen Umwälzung in den Jahren | ||
| - | von 1945 bis 1949 begann mit der Gründung der DDR eine unverhohlene Orientierung auf | ||
| - | das sowjetische Vorbild und damit auch auf die stalinistische Kulturpolitik.“(Bert Noglik- Jazzjournalist und Musikkritiker) | ||
| - | |||
| - | Die Folge ist, dass beispielsweise englische Titel eingedeutscht werden und viele Bigbands ihre Musik auf die „neue sozialistische Tanzmusik“ abstimmen müssen. | ||
| - | Diese Entwicklung der Ereignisse stößt bei den betroffenen Musikern auf großen Protest. | ||
| - | Schon im Mai 1950 beispielsweise, | ||
| - | Dies ist allerdings nur der Anfang. Im Jahre 1950 erhält der Dresdner Orchesterleiter Heinz Kretzschmar, | ||
| - | Während Kretzschmar im Dezember 1950 auf einem seiner Konzerte auftritt, beginnen vom Staat engagierte „Prügelknaben“ eine Prügelei. Das Berufsverbot wird daraufhin mit folgender Begründung verhängt: | ||
| - | „Kulturfeindliche, | ||
| - | Musikausübung.“ | ||
| - | |||
| - | Als Folge emigriert nur wenige Zeit Später fast die gesamte Band in die Bundesrepublik. | ||
| - | |||
| - | |||
| - | 3. Ein klarer Feind- die SED | ||
| - | |||
| - | 4. 1960- Von " | ||
| - | |||
| - | 5. Der "DDR- Jazz"- ein einzigartiger Musikstil? | ||
| - | |||
| - | |||
| - | ==== Literaturliste ==== | ||
| - | |||
| - | |||
| - | ==== Linkliste ==== | ||
| - | http:// | ||
| - | |||
| - | http:// | ||
| - | |||
| - | http:// | ||
| - | ==== geplante Arbeitsschritte ==== | ||
| - | |||
| - | ^ zu erledigen bis ^geplanter Arbeitsschritt ^ | ||
| - | | hier Datum | hier Aufgabe | ||
| - | |||
| - | ===== Christoper vom Ende ===== | ||
| - | |||
| - | ====Jazz im Spannungsfeld der gesellschaftlichen Entwicklung der DDR - In den 70er und 80er Jahren ==== | ||
| - | |||
| - | ==== Gliederung/ | ||
| - | |||
| - | Geschichtliche Einleitung | ||
| - | |||
| - | 70er Jahre: | ||
| - | |||
| - | ====== Entwicklung des Jazz ====== | ||
| - | |||
| - | |||
| - | Zitat zur Beschreibung von Freejazz, durch Ernst-Ludwig Petrowsky, der sich selbst den " | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | In den 70ger Jahren fand eine Vermischung von Improvisationsmusik mit Themen der Volksmusik zustande. Der Jazz lehnte sich auch an den Tango und den Walzer, sowie Kampflieder und Hymnen an. Desweiteren fand eine Entwicklung des Rockjazz zurück zum Freejazz statt, man ging also von der E-Gitarre zurück zur Akkustik Gitarre. Konrad Bauer sagte dazu, es sein ein " | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | In den Jazz wurde in den 70ger und 80ger Jahren immer mehr gestische, szenische und theatralische Elemente eingebaut. Jazz-Musiker traten immer mehr mit Malern, Tänzern, Pantomimen, Puppenspielern und anderen Künstlern auf. Die Musik der herkömmlichen Instrumente wurde nun auch durch diverse Mittel erweitert, zum Beispiel durch: Schläuche in die der Musiker blies, um rhythmische Blubbereffekte zu erzeugen oder Metallteile, | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Günter Sommer setzte jedoch mit seiner „Hörmusik“ einen Kontrapunkt. Bei der Hörmusik spielte er unsichtbar hinter einem weißem Vorhang, sodass sich das Publikum voll auf seine Musik konzentrieren sollte. | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | 1976 gab es das erste öffentliche Konzert von A. R. Penck ( junger dresdner Maler ) mit Ulrich Gumpert sein erstes öffentliches Konzert, in dem sie das vorwegnahmen was zum Hauptbestandteil der 80ger Jahre wurde: Die Verschmelzung der Künste. | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | In den 70ger Jahren entwickelten sich außerdem zahlreiche Querverbindungen zwischen Jazz und Neuer Musik. Dabei ging es nicht so sehr um Synthese sondern eher um Berührungspunkte. Die Akzeptanz des Jazz durch Vertreter der Neuen Musik in den 70ger Jahren förderte auch seine Anerkennung durch die E-Musiker insgesamt. | ||
| - | |||
| - | |||
| - | ====== Änderung der Einstellung der politischen Haltung gegenüber dem Jazz ====== | ||
| - | |||
| - | |||
| - | Am 3. Mai 1971 kam es zur Ablösung von Walter Ulbricht durch Erich Honecker was zu einer Lockerung der allgemeinen als auch der Kultuerpolitik führte. Im Dezember 1972 wurde der Grundlagenvertrag zwischen der DDR und der BRD unterschrieben, | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Die Produktion von Schallplatten stieg von 1970-1979 um das 3-fache an. 1968 wurden noch 3 Millionen Schallplatten gepresst, 1980 waren es schon 20 Millionen Schallplatten. Nach der Gründung des Komitees für Unterhaltungskunst am 5. April 1973 wurde verstärkt Versucht, über den Arbeitskreis Jazz auch die Jazzmusik in die " | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Die Amateur- Jazzmusiker arbeiteten in anderen musikalischen Genres oder in vollkommen musikfremden Berufen, was dazu führte das sie nicht kontinuirlisch Proben konnten oder auf längere Tourneen gehen konnte. Konzerte ähnelten damals Einzelauftritten. Immer mehr Musiker wagten den risikohaltigen Schritt in die berufliche Selbstständigkeit. Diese Selbstständigkeit forderte jedoch zwei Bedingungen: | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Es kam zu immer regelmäßiger stattfindenen Jazzkonzerten, | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | "In Berlin gibt es zwar viele gute Jazzmusiker und noch mehr begeisterte Anhänger dieser Musik, aber keinen Ort, wo sie recht zu Hause sind. Ein Ort, an dem Amateure und Berufsmusiker teils im festen Engagment, teils nur aus Freude am Miteinanderspielen sich treffen können. Mit anderen Worten, es fehlt ein echtes Jazzlokal, dessen Programm vom Schallplattenabend bis zum Jazzband-Ball reichen sollte" | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Der Amtsantritt von Erich Honecker leitete eine zunehmende Internationalisierung | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Weiterhin ist zu beachten, dass moderne Spielweisen des Jazz im Westen nicht in das manipulierte Show-Business integriert waren, sondern sich auch dort als Alternativen zur Kommerzialisierung der Musik, als Teil einer " | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Immer mehr Musiker aus dem Ausland kamen in die DDR, um dort mit ihren eigenen Formationen, | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Zu den vielen verschiedenen Einflüssen, | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Ein Problem im zunehmenden Reiseverkehr war die Währung der DDR. Die | ||
| - | Musiker und deren Veranstalter erhielten fast ausnahmslos Mark der DDR. Daher hatten sie öffters Probleme ihr Geld auszugeben, woraufhin Joachim Maaß in seiner Wohnung einen Schrank hatte, in dem er für die West-Musiker, | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Ein weiteres Zeichen der Öffnung, waren auch die 10. Weltfestspiele der Jugend und Studenten im August 1973 in Berlin. Unter den vielen Kulturveranstaltungen, | ||
| - | 1977 fand der erste Internationale Jazz Workshopp in Berlin statt, welcher in der Folgezeit zu einem wichtigem Podium für die Begegnung zwischen Musikern aus der DDR und dem Ausland wurde. | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Im August 1979 veranstaltete die FMP in Westberlin mehrere Konzerte unter dem Motto "Jazz Now- Jazz aus der DDR". 2 Jahre darauf erschien dann eine Doppel-LP mit Mitschnitten der Konzerte. | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Auch Fans des Traditionellen Jazz fanden in den siebziger Jahren ihren Treffpunkt. Beim 1. Dixieland-Festival 1971 in Dresden war der Kulturpalast noch nicht einmal für ein Konzert ausverkauft, | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Die Internationalisierung hatte jedoch weiterhin Grenzen, zum Beispield durfte kein Jazzfan zu einem Konzert in den Westen reisen, wohin gegen die Jazzfestivals in Warschau und Prag und Konzerte in Bratislava oder Budapest einen qualitativen und hochwertiegen Ersatz boten. | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Der DDR- Rundfunk sendete immer mehr Jazz in den 70ger Jahren. Radio DDR 2 hatte zum Beispiel wöchentlich eine halbe Stunde Jazz im Programm, ab 1979 waren es dann schon 85 Minuten. Mit der Zeit haben sich dann auch ständige Jazzsendungen etabliert, zum Beispiel bei Radio DDR 2: Blues – Jazz – Rock / Modern Jazz. | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Es kam auch zu immer mehr sporadischen Jazzsendungen, | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | 80er: | ||
| - | Austausch zwischen West- und Ost- Jazzmusikern | ||
| - | |||
| - | Entwicklung des Jazzs (Improvisationsmusik) | ||
| - | |||
| - | |||
| - | ==== Literaturliste ==== | ||
| - | Freie Töne - Die Jazzszene in der DDR (Rainer Bratfisch (Hg.)); | ||
| - | |||
| - | |||
| - | |||
| - | Jazz-DDR-Fakten (Werner Josh Sellhorn) | ||
| - | |||
| - | ==== Linkliste ==== | ||
| - | |||
| - | |||
| - | ==== geplante Arbeitsschritte ==== | ||
| - | |||
| - | ^ zu erledigen bis ^geplanter Arbeitsschritt ^ | ||
| - | | ende der Ferien | ||
| - | |||
| - | |||